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Frierender Junge bekommt Hilfe

„Seit ich klein war, hatte mein Vater mir beigebracht, dass die Welt schlecht ist. Die Welt ist schlecht, und der Mensch ist auch schlecht. Trau keinem, geh nicht mit Fremden und so weiter. Das hatten mir meine Eltern erzählt, das hatten mir meine Lehrer erzählt, und das Fernsehen erzählte es auch. Wenn man Nachrichten guckte: Der Mensch ist schlecht. Wenn man Spiegel TV guckte: Der Mensch ist schlecht. Und vielleicht stimmte das ja auch, und der Mensch war zu 99 Prozent schlecht. Aber das Seltsame war, dass Tschick und ich auf unserer Reise fast ausschließlich dem einen Prozent begegneten, das nicht schlecht war. (Zitat aus dem Roman „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf)

 

Auch dieser elfjährige Junge in Norwegen ist wohl diesem einen ominösen Prozent der guten Menschen begegnet, als er ohne Jacke frierend an einer Bushaltestelle wartete. Jeder versuchte ihm zu helfen, ob mit Schal, Jacke oder Handschuhen. Er hatte erzählt, dass ihm seine Sachen geklaut worden wären und er an der Haltestelle auf seine Schulklasse warten müsse. In Wahrheit handelte es sich bei dem Ganzen um eine Aktion der norwegischen SOS-Kinderdörfer. Die bitten derzeit um Kleiderspenden für syrische Flüchtlingskinder.

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