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Gefährliche Riesenwellen bedrohen die Küsten

In diesem Frühjahr häufen sich Berichte über Riesenwellen, die direkt auf die Küsten prallen. Von England bis Frankreich, Spanien bis Italien reichen die gefährlichen Natur-Phänomene. Auch in den USA werden Beobachter immer öfter unfreiwillige Opfer. In Santa Monica jedenfalls glaubten sich Besitzer und Gäste sicher in ihrem gemütlichen Café. Die Wellen wurden im Gefühl vollkommener Sicherheit beobachtet und gefilmt, bis es fast zu spät war. Immerhin belief sich der Schaden nur auf zerbrochene Fenster und einige Verletzungen durch Glassplitter. Eine Gruppe von sieben jungen Portugiesen wurde im Dezember am Strand von Meco von einer Monsterwelle verschluckt. Bisher konnte sich nur ein Mann ans Ufer retten. Seit 1995 weiß man, dass es die Riesenwellen gibt. Messungen gehen von 26 Metern Höhe und mehr aus. Mehrere Faktoren gelten als Auslöser. Wellen schaukeln sich gegenseitig regelrecht auf, wenn sie in einem bestimmten Winkel aufeinander treffen. Für das jetzt so häufige Auftreten an unseren Küsten dürften bestimmte Systeme von Windböen entscheidend sein. Forschungen des Earth Observation Center (EOC) am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt haben gezeigt, dass die Böen den Wellen kontinuierlich Energie zuführen. Schnellere Wellen überholen dabei die langsameren, überlagern sie und bauen sich schließlich zu einer Monsterwelle auf.

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